Werkstoffprüfer - Ein Ausbildungsberuf mit Zukunft

 

Was machen Werkstoffprüfer/innen?
Wenn ein Skateboard schon bei der kleinsten Belastung in zwei Teile
zerbricht, hat das Material meistens einen Fehler. Damit die Qualität
stimmt und Unfälle vermieden werden untersuchen Werkstoffprüfer
z.B. Metalle oder Kunststoffe auf Härte, Zugfestigkeit, Hitze- und
Kältebeständigkeit usw. Dabei wenden sie verschiedene Prüfverfahren
an und dehnen, drücken oder biegen mit speziellen Apparaten die
verschiedenen Werkstoffe. Mit Hilfe von Mikroskopen, Röntgenstrahlen
oder Ultraschall schauen sie sich Metalle auch von innen an, um
mögliche Fehler festzustellen. Sie wissen genau, wie sich die
verschiedenen Werkstoffe je nach Belastung verhalten müssen und
leisten so einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit und Umweltschutz.

 

Ausbildung:
In der Berufsschule wird vor allem das theoretische Wissen vermittelt,
das nötig ist, um die anspruchsvolle Abschlussprüfung gut bestehen zu
können. Außerdem kann die Berufsschule teilweise die Funktion einer
überbetrieblichen Ausbildungsstätte übernehmen, in der Versuche und
Verfahren ergänzend zur praktischen betrieblichen Ausbildung vermittelt
werden, über die manche Ausbildungsbetriebe möglicherweise nicht
verfügen. In einigen Regionen entstanden in Absprache zwischen
Ausbildungsbetrieben Ausbildungsverbunde, in denen die Auszubildenden
in zuvor abgesprochenen Zeiträumen wechselweise in den Partnerunter-
nehmen geschult werden. Durch dieses Modell ergeben sich gute
Ergänzungen im Hinblick auf die Umsetzung der Ausbildungsordnung.

 

Berufliche Fähigkeiten
Während ihrer Ausbildung lernen die Auszubildenden, selbstständig
metallische Werkstoffe zu untersuchen und ihre Eigenschaften durch
technologische Prozesse zu verändern. Sie erwerben Grundfertigkeiten
in der Metallbearbeitung. Die genaue Kenntnis der vorangegangenen
Produktions- und Bearbeitungsschritte und fundiertes Wissen über die
Werkstoffe verleihen ihnen die Fähigkeit, Fehler zu entdecken, zu
analysieren und sichere Hinweise zur Vermeidung von Fehlerquellen
zu geben.

Ausbildungsinhalt:

 

Ausbildungsbetriebe:

 

Arbeitsgebiete:

 

 

Tätigkeiten:
Häufig werden Werkstoffprüfer mit dem Schwerpunkt Werkstofftechnik
in den Laboratorien eingesetzt, in denen die Produktqualität des
Unternehmens kontrolliert wird. Werkstoffprüfer mit dem Schwerpunkt Wärmebehandlungstechnik können mit der verantwortungsvollen Aufgabe
betraut werden, in Wärmebehandlungsunternehmen die Ofenanlagen
zu betreuen, Behandlungsprozesse der hochwertigen Bauteile zu
überwachen und womöglich zu verbessern. In jedem Falle sind die
Werkstoffprüfer im Rahmen ihrer Tätigkeit mitverantwortlich dafür, dass
ausschließlich qualitativ hochwertige Produkte das Unternehmen verlassen.
Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, konzentriert sich die Ausbildung
im wesentlichen auf die Beherrschung folgender Versuche und der
Bedienung der hierfür erforderlichen Prüfgeräte:

 

Ausbildungsdauer
Die Ausbildungsdauer dieses Berufes erstreckt sich über 3,5 Jahre mit
der Möglichkeit, bei entsprechender Vorbildung und guten Leistungen
die Ausbildungszeit auf 3 Jahre zu verkürzen.

 

Ergänzende Informationen:
Die Verordnung über die Berufsausbildung für den Ausbildungsberuf Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin mit den Schwerpunkten Werkstoff-
technik und Wärmebehandlungstechnik (BGBI. 1996, Teil I, Nr. 28 
finden Sie als  pdf-Datei hier: 
Verordnung Ausbildungsberuf Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin

Den Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf  Werkstoffprüfer/
Werkstoffprüferin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 
09. Mai 1996,  aus KMK - Berufliche Bildung 44, März 1997 
finden Sie als pdf-Datei hier: 
Rahmenlehrplan Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin 

 


Weitere Informationen über den Ausbildungsberuf Werkstoffprüfer findet man 
im Internet, z.B. unter www.werkstoffpruefer.de oder
www.cuno-online.de (Ausbildungsberuf/Physik+Chemie/Werkstoffprüfer)