Fachkraft für Wärmebehandlung (IHT)®

Fachkraft für Wärmebehandlung (IHT)®

Die modulare Zusatzausbildung
für Maschinen- und Anlagenführer/-innen
und Quereinsteiger/Umschüler/-innen

 

Die neue Zusatzausbildung zur „Fachkraft für Wärmebehandlung (IHT)“ soll praktische und theoretische Lücken bei den Grundlagen der Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe schließen. Das Ausbildungsprogramm wird exklusiv nur den Mitgliedern des Industrieverbands Härtetechnik e.V. (IHT) angeboten!

 

Zielgruppe:

Quereinsteiger/-innen bzw. angelernte Kräfte in der Wärmebehandlung sowie Maschinen-/Anlagenführer/-innen in der Härterei. Die abgeschlossene Zusatzausbildung zur „Fachkraft für Wärmebehandlung (IHT)“ soll dazu beitragen, dass betriebliche Abläufe besser verstanden werden und letztlich Fehler bei der Wärmebehandlung vermieden und Prozesse effizienter gestaltet werden können. Sie bietet zudem die Grundlage für nachfolgende Weiterbildungen auf einem wissenschaftlich/fachlich anspruchsvollerem Niveau (Addon: Verfahrensmodule).

 

Konzept:

  • Um die Anforderungen an die zu Schulenden möglichst gering zu halten, werden die Inhalte der Kurseinheiten („Module“) auf einem verständlichen, eher „niedrigen“ wissenschaftlichen Niveau mit hohem Praxisbezug dargestellt.
  • Die Themen/Inhalte sind in drei „Grundmodule“ aufgeteilt, die jeweils belegt und erfolgreich bestanden werden müssen, um das Abschluss-Zertifikat „Fachkraft für Wärmebehandlung (IHT)“ zu erhalten. Darüber hinaus können nach erfolgreichem Abschluss weitergehende Qualifikationen durch erfolgreiche Teilnahme an einem/mehreren „Verfahrensmodulen“ erworben werden*.
  • Die drei „Grundmodule“ sind: Grundlagen der Werkstofftechnik – Wärmebehandlungsverfahren – Prüfen.
  • Eine Lernkontrolle erfolgt bei jedem Modul im Rahmen einer anschließenden, einfachen Prüfung, die vom IHT in Form von Multiple-Choice-Fragen zentral vorgegeben wird (Dauer ca. 45 Minuten). Die Teilnehmer erhalten im Nachgang, falls die Prüfung bestanden wurde, jeweils eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme am entsprechenden Modul. Es ist nicht möglich, die Prüfung abzulegen, ohne am jeweiligen Modul persönlich teilgenommen zu haben („Anwesenheitspflicht“). Wurden alle drei Module erfolgreich bestanden, wird vom IHT das Zertifikat „Fachkraft für Wärmebehandlung (IHT)“ vergeben.
  • Die Module werden regional im Rahmen von 2-Tages-Schulungen (Beginn: Nachmittag (4 Stunden), Ende: Vormittag des Folgetages (4 Stunden) mit Abschlussprüfung (ca. 45 Min.).
  • Die Lerngruppen werden auf max. 10 bis 15 Personen beschränkt, um zielgerichtet auf die einzelnen Teilnehmer und betriebliche Gegebenheiten eingehen zu können.

Drei Grundmodule (Teilnahme an allen drei Modulen verpflichtend):

GM 1

Grundlagen der Werkstofftechnik

GM 2

Wärmebehandlungsverfahren

GM 3

Prüfen (Härteprüfung)

  • Was ist Stahl?
  • Stahlbezeichnungen (nach Norm)
  • Legierungselemente und insb. Kohlenstoff und deren Einfluss
  • Gliederung/Übersicht der thermischen und thermochemischen Verfahren
  • Prozessablauf bei einer einfachen Wärmebehandlung (z. B. Zeit-Temperaturverlauf, Maßänderungen)
  • Was geschieht beim Abkühlen/Abschrecken?
  • Einfluss unterschiedlicher Wärmebehandlungsabläufe auf ein Bauteil
  • Beispiel: Härten/Vergüten (und Anlassen)
  • Härteprüfverfahren – Übersicht
  • Wärmebehandlungsvorgaben auf technischen Zeichnungen
  • Die verschiedenen Verfahren der (allgemeiner Überblick)
  • Härten/Vergüten (und Anlassen)
  • Einsatzhärten + Carbonitrieren
  • Nitrieren + Nitrocarburieren
  • Randschichthärten
  • Abkühlen /Abkühlmittel (Welches Medium wofür? Warum?)
  • Tiefkühlprozesse
  • Härteprüfverfahren zum Überwachen der Wärmebehandlung (Übersicht)
  • Probenentnahme (Varianten)
  • Probenvorbereitung
  • Härteprüfung in Theorie und Praxis (Härteverlauf, Härteprüfer)

 

Die Kosten:

Buchen Sie jetzt zum IHT-Vorzugspreis von je 485,- EUR/netto pro Grundmodul (insgesamt: 1.455,- EUR/netto)! Nutzen Sie dabei auch (je nach Bundesland) den „Bildungsgutschein/Bildungsscheck“, der bis zu 500,- EUR der Schulungskosten je Mitarbeiter ausgleicht. Gerne helfen wir Ihnen hier bei Anträgen weiter!

*Ergänzend nach erfolgreichem Abschluss der drei Grundmodule können die nachfolgenden „Vertiefungs-/Verfahrensmodule“ belegt werden. Diese Module und deren Inhalte befinden sich  zur Zeit in Planung.

VM 1. Verfahrensmodul „Härten“
(Schwerpunkte: Was ist Härten? – Anlagentechnik, Kammerofen, Vakuumanlage, Herdwagenofen, Banddurchlaufanlagen, Chargieren, Sensorik, Fehlerquellen, Gefahren/Sicherheit)

VM 2. Verfahrensmodul „Einsatzhärten + Carbonitrieren“
(Schwerpunkte: Was ist Einsatzhärten + Carbonitrieren? – Anlagentechnik, Kammerofen, Durchlaufofen, Topfofen, Salzbad, Chargieren, Bauteilreinigung, Isolieren (Teilabdecken), Sensorik, Fehlermöglichkeiten, Gefahrenquellen/Sicherheit)

VM 3. Verfahrensmodul „Nitrieren + Nitrocarburieren“
(Schwerpunkte: Was ist Nitrieren + Nitrocarburieren? – Anlagentechnik, Topfofen, Salzbad, Chargieren, Bauteilreinigung, Isolieren (Teilabdecken), Sensorik, Fehlermöglichkeiten, Gefahrenquellen/Sicherheit)

VM 4. Verfahrensmodul „Randschichthärten“
(Schwerpunkte: Was ist Randschichthärten? Anlagentechnik, Induktionshärteanlagen, Flammhärteanlagen und weitere, Fehlermöglichkeiten, Sensorik, Gefahrenquellen/Sicherheit)